20.10.2017 – 28.01.2018
BIOS - 16 künstlerische Positionen aus Bielefeld und Osnabrück

Vier Gruppenausstellungen im Kunstraum hase 29 und eine im Ruller Haus

Eröffnung: 20. Oktober 2017, 19.00 Uhr

Von Malerei über Bildhauerei bis zur Videokunst: 16 Osnabrücker und Bielefelder Künstlerinnen und Künstler stellen im Kunstraum hase29 unterschiedliche Ansätze vor. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Videos und Installationen treffen in vier Gruppenausstellungen aufeinander. Im Ruller Haus stellen gleichzeitig alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler aus. Die Ausstellungen präsentieren Ergebnisse des Kooperationsprojekts BIOS (Bielefeld/ Osnabrück), in dem die beteiligten Künstlerinnen und Künstler mehrere Monate zusammengearbeitet, gemeinsam kuratiert und sich technisch und organisatorisch unterstützt haben.

Ins Leben gerufen wurde BIOS von den Künstlerinitiativen TOP.OS Verein für Neue Kunst e.V. aus Osnabrück und Bielefelder Künstlern der Künstlerinitiative Artists Unlimited. Angelegt als Austauschprojekt wird es im kommenden Jahr eine Fortsetzung in Bielefeld geben: 2018 sind die beteiligten Osnabrücker Künstler eingeladen, ihre Arbeiten in Bielefeld in den Räumen von Artists Unlimited, sowie in der Galerie GUM zu zeigen.

20. Oktober bis 5. November 2017, Eröffnung: 19 Uhr
mit Frank Gillich, Angelika Höger & Lucie Marsmann, Monika Witte

10. bis 26. November 2017, Eröffnung: 19 Uhr
mit Caro Enax, Eva Preckwinkel, Lars Rosenbohm, Robert Stieve

1. bis 23. Dezember 2017, Eröffnung: 19 Uhr
mit Josef Brune, Merle Lembeck, Reiner Tintel

5. bis 28. Januar 2017, Eröffnung: 19 Uhr
mit Kerstin Hehmann, Jörg Kujawa, Gabriele Undine Meyer, Hendrik Spiess, Helene Wolf.

Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück e.V.
hase29 – Kunstraum, Hasestr. 29/30, 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr 14-18 Uhr
Do 16-20 Uhr
Sa 11-15 Uhr

Hier geht´s zur Homepage von hase 29

24.09.2017 – 12.11.2017
Was aus Liebe gethan wird, geschieht immer JENSEITS VON GUT UND BÖSE *

*Friedrich Nietzsche

akku e.V. hat in seinen diversen Ausstellungsprojekten nicht selten mit den Schlumpern zusammengearbeitet. Mit „Jenseits von Gut und Böse“ findet diese Kooperation nun erstmalig auch in Räumen der Schlumper statt.

Gut und Böse sind Kategorien, denen sich Menschen zuwenden, wenn sie moralische Orientierung erbitten. Die Ausstellung untersucht im »Jenseits von Gut und Böse« die Grenzgebiete dieser Kategorien. Dass dabei Nietzsches gleichnamiges Standardwerk mit den 6 künstlerischen Positionen oszilliert, ist ein koketter Zu- bzw. Einfall in letzter Sekunde, der spielerisch aufgenommen wurde und in sich selbst jenseits von Gut und Böse ist.

Der Schlumper Johannes Dechau zieht Grenzen zwischen Atelier-Besuchern und Atelier-Benutzern (achtes Hauptstück: Völker und Vaterländer). Benjamin Binder, ebenfalls Schlumper, zeigt sein Konzept der emotionalen Distanzierung inkl. Bemusterung der Repräsentanten seiner schwindenden Bezugspersonen (drittes Hauptstück: das religiöse Wesen). Gastkünstlerin Marina Sonnenberg aus Teterow irritiert mit ihren aus Zaunmaterialien handgewirkten Kinderwagen für Kuscheltiere (siebentes Hauptstück: unserer Tugenden).

Die mit akku-Projekten assoziierte Künstlerin Angelika Höger hinterfragt die Grenzen des Vorwärtskommen in einer »Laufzeitanalyse« mit Schnecken. Das experimentelle Feld erweitert sie in einer gemeinsamen Arbeit mit Künstlerfreundin Lucie Marsmann: Das »Institut für pulsare Phoneidoskopie« installiert sich klang- und licht-kinetisch in der Galerie an einen Unort unter der Treppe (sechstes Hauptstück: wir Gelehrten). Alexander Gehring verbindet mit akku-Künstlern, dass er einige von ihnen als Fotograf porträtierte. Angeregt durch die Literatur okkulter Experimente interessiert er sich in seiner Fotoserie »Messages from the Darkroom« für Repräsentationen von Unerklärlichkeiten (zweites Hauptstück: der freie Geist). Alle Arbeiten eint, dass sie im Scheitern, Negieren oder Ablehnen eines klaren Bezugs zu den Moralkoordinaten Gut und Böse, den Blick für den dritten Weg freigeben können. Oder wie Nietzsche sagt »Eine Sache, die sich aufklärt, hört auf, uns etwas anzugehen.« (Volker Elsen, Vorsitzender AKKU e.V.)

An der Ausstellung sind beteiligt: Benjamin Binder, Johannes Dechau, Alexander Gehring, Angelika Höger, Institut für pulsare Phoneidoskopie, Lucie Marsmann, Marina Sonnenberg

Eröffnung: Samstag, 23.09.2017, 19.00 Uhr
Einführung: Volker Elsen (Vorsitzender akku e.V.)
Öffnungszeiten: Mi. – Fr. 16 –19 Uhr, Sa. 11 – 17 Uhr, So. 14 – 17 Uhr
Galerie der Schlumper, Marktstrasse 131,20357 Hamburg
Hier geht´s zur Galerie
Link zur Homepage von Lucie Marsmann
Link zur Homepage von akku

Das Institut für pulsare Phoneidoskopie

Wo Farben klingen, Klänge sich materialisieren und Materialien sich zur eigenen Skulptur formen, forscht das Institut für pulsare Phoneidoskopie. Lucie Marsmann und Angelika Höger, die Gründerinnen des Instituts, untersuchen in Ihren Versuchsaufbauten das Pulsieren zwischen Sound und Bewegung. Beobachten ist für sie die Grundlage von Erkennen. Sie experimentieren ganz unmittelbar und direkt mit synästhetischen Phänomenen und zeichnen sie auf.

Marsmann und Höger gründen ihre Arbeiten auf synästhetische Forschungsansätze, die im ausgehenden 19ten Jahrhundert unvermittelt und unverstellt Erfahrungen in Experimenten erkundeten. Zu ihnen zählen etwa Sedley Taylor (Erfinder des Phoneidoskop) oder Philipp Reis (Erfinder des Kontaktmikrophons und Wegbereiter des Telefons). Das unmittelbare Leben war für sie Quelle des Erkennens. In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht das Institut für pulsare Phoneidoskopie die neusten Ergebnisse seiner Feldforschungen. Hier ist die Kunst zu einem Exil für alle Arten einer zweckfreien Erforschung der Welt geworden.

Die Künstlerinnen dokumentieren ihre Versuchsanordnungen während ihrer Arbeit auf Video. Allerdings erfasst das rein Dokumentarische immer nur teilweise (in Bruchstücken) eine ganzheitliche ästhetische Qualität. Sie produzieren auf Basis ihrer Videos audiovisuelle Projektionen, die sich gleichsam zu einem ästhetischen Destillat kondensieren. Erst so und in der Verdichtung, der Transformation, die gewissermaßen wie Übermalungen den Kern von Gestalt und Bewegung erfassen, lassen sich die Erfahrungen darstellen. Aus Bruchstücken formen sie ein neues Ganzes. Das gestalterische Eingreifen der Künstlerinnen in einem dialogischen Prozess sucht dabei stets nach jenen Details, die sinnliche Erfahrungen auslösen und uns als Betrachter gleichsam in die Situation hineinziehen, einbeziehen. Denn das Wesen der Dinge, ihre Phänomene und wenn man so will ihr Eigenleben ist stets jenseits ihrer Oberflächen zu finden. Das Material für solche Versuchsanordnungen findet sich im Alltag – oder auch im Spielzeugladen: Maisstärke, Stoffe, Zauberknete…

Die Präsentation der so entstandenen Videoarbeiten als Raumprojektionen installieren die Künstlerinnen jeweils ganz bewusst in den situativen Kontext ihrer Darstellung, ihrer Ausstellung. Diesen Kontext bilden Raum, Zeit und die Gesamtheit gezeigter Exponate. Je nach Situation schaffen die beiden Künstlerinnen, die sich als Forscherinnen verstehen, auch Installationen, die immer unmittelbar aus der Raumsituation entstehen und ebenso unmittelbar in die Raumsituation wieder einwirken.


Finissage: 10.11.2017 um 19 Uhr
Was aus Liebe gethan wird, geschieht immer JENSEITS VON GUT UND BÖSE *

*Friedrich Nietzsche

Während der Ausstellung wurden die Galeriebesucher gebeten sich zu äußern mittels Gut+Böse-Wahlzetteln. Es bestand die Möglichkeit freie Einträge vorzunehmen zu Werken, Thema oder Ausstellung. Die Ausschüttung der Wahlzettel und ihr Vortrag werden bei der Finissage zelebriert von der Elefantenrunde, bestehdn aus Benjamin Binder (Künstler), Angelika Höger (Künstlerin), Anna Laute (Kuratorin und Galerieleitung) und Volker Elsen (Vorsitzender akku e.V.).

Galerie der Schlumper, Marktstrasse 131,20357 Hamburg

8.02. – 01.04.20176
atelier D, Bielefeld

Das Gestell Rauminstallation

Einen ganzen Monat steht Angelika Höger das atelier D zur Verfügung, um an der Verwirklichung ihrer Ausstellung "Das Gestell" zu arbeiten. Suncana Dulic hatte beim Planen ihres Ausstellungsprogramms die Idee zu dieser ungewöhnlich langen Aufbauzeit nachdem sie sich die Arbeitsweise der Künstlerin angeschaut hatte. Angelika Högers Arbeiten sind meist raumbezogen und sind sowohl von detailreichen Elementen geprägt, als auch von experimentellen, sehr fein austarierten fragilen Objekten. Die lange Aufbauzeit ermöglicht der Künstlerin, in aller Ruhe direkt im Ausstellungsraum zu experimentieren und ihn für sich zu erobern. So kann im Laufe der Zeit eine raumbezogene Installation entstehen, deren Elemente im Raum anwachsen, wuchern und sich verorten.

Link zu atelier D

atelier D, Leitung: Suncana Dulic, Rohrteichstraße 30, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521-58495420,
info@atelier-d-online.de, www.atelier-d-online.de,
Öffnungszeiten: di-fr 10-13 und 15-18Uhr, sa 10:30-15 Uhr


08.09.2016, 20 Uhr
Meller Kulturherbst 2016
Konzert Der Gesang wilder Rosen im Hof

Geplante Obsoleszenz: Marcus Beuter, Angelika Höger und Peter Schwieger (vorgefundene, ortsspezifische Materialien, elektronisches Equipment). Treppengeländer, Stufen, der Kies auf dem Platz, Risse in den Wänden, das Laub am Waldesrand: die direkt vor Ort gefundenen Dinge sind es, die dem Bielefelder Trio „Geplante Obsoleszenz“ als Instrumentarium dienen. An diesem Abend wird der neue Hinterhof-Salon des Kulturzentrums Wilde Rose zum experimentellen Spielplatz der drei Klangkünstler.

Eintritt: auf Spendenbasis

Link zur Wilden Rose
Link zum Meller Kulturherbst

11.9.2016, 11 – 18 UHR
Wasserschloss Reelkirchen
Institut für pulsare Phoneidoskopie

Videoinstallation, Gemeinschaftsarbeit von Lucie Marsmann und Angelika Höger

Tag des offenen Denkmals
11.9.2016 geöffnet von 11 bis 18 Uhr

Adresse: Wasserschloss Reelkirchen
Mühlenstraße 30 a und b
32825 Blomberg Reelkirchen

Führungen nach Bedarf durch Dr. Sigrun Brunsiek

Link zur Homepage vom Wasserschloss Reelkirchen
Link zum Tag des offenen Denkmals im Kreis Lippe
Link zur Homepage von Lucie Marsmann

17.9 – 29.10.2016
hase29 – Kunstraum Osnabrück
Time Capsule

Time Capsule Gruppen-Ausstellung zum Thema  ZEIT Zeitlabor
hase29 – Kunstraum
Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück e.V.

Link zu hase29

Eröffnung: Freitag, 16. September 2016 um 19 Uhr
Begrüßung: Bürgermeisterin Karin Jabs–Kiesler
Einführung: Dr. Michael Kröger, Kunsthistoriker
Kuratiert von: Dr. Michael Kröger, Elisabeth Lumme, Ellen Timmerman

Gruppen-Ausstellung mit Werken bildender Künstlerinnen und Künstler zum Thema  ZEIT. Teilnehmende KünstlerInnen: Rafram Chaddaz Boaz (Tunis/TUN), Satomi Edo (MS) Nicole Fuchs (CH), Christine Gensheimer (BI), Angelika Höger (BI), Christine Hoffmann (OS), Daphne Keramidas (Paris/F), Felix Kiessling (B), Laura Mareen Lagemann (MS), Reiner Nachtwey (D), Lars Rosenbohm (BI), Deniz Saridas (D) Hiltrud Schäfer (OS)

Die künstlerischen Positionen eröffnen eine Vielzahl von Perspektiven, um ZEIT als eine Grundbedingung menschlicher Existenz jeweils zu erfahren. Präsentiert werden Raum- und Videoinstallationen, Fotografien, Zeichnungen, Objekte ggf. Malerei. Zeit als künstlerischer Prozess, Zeitmanagement, Zeitstrategien, erlebte Zeit, Echtzeit, Gleichzeitigkeit, Weltzeit, Raumzeit, Zeitmesser, Zeitraum, Zeitpunkt, zeitlos… In den Werken der Künstlerinnen und Künstler wird die Zeit in spezifischer Weise erlebbar. Sie sprechen das Zeitgefühl an, sie veranschaulichen Zeit, irritieren das Zeitempfinden oder verleiten dazu, Zeit zu verbringen ohne Nützliches tun zu wollen. »Zeit ist immer knapp obwohl und weil die Gegenwart immer schneller läuft. Was Zeit ist, erfahren wir dann, wenn sie in der Vergangenheit verschwindet oder in die Zukunft projiziert wird. Fremd wird uns Zeit, wenn sie, wie in dieser Ausstellung wie in einer Time Capsule präsent wird. Während Gegenwart aktuell vergeht, steht die nächste Zukunft schon vor der Tür und damit Veränderungen, die wir nicht übersehen können. Was wir wissen ist, dass Veränderungen kommen werden – Risiken und Nebenwirkungen kalkulieren wir vorsichtshalber ein – doch (unsere) Zeit bleibt unberechenbar.« Michael Kröger

Das Projekt wird gefördert durch: Stadt Osnabrück | Stiftung der Sparkasse Osnabrück – Herrenteichslaischaft | Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. | Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur


25.9. – 24.11.2016
Geplante Obsoleszenz: Marcus Beuter, Angelika Höger und Peter Schwieger

Zwischen Performance, Geräuschmusik und öffentlich gemachtem Experiment bewegen sich die Auftritte des Klangkunsttrios Geplante Obsoleszenz.
Sie verkabeln Fensterscheiben, Treppenstufen, Holzdielen, Garderobenständer und vor Ort gefundene Gegenstände. Mit Hilfe von Kontaktmikrofonen werden Materialien ihre spezifischen Resonanzen entlockt. Gemeinsam gehen sie auf akustische Entdeckungsreise. Sie erkunden Räume, Materialien und Themengebiete. Experimentierfreude und Spontanität stehen dabei im Vordergrund.

Termine:
25.9. um 16:00 Uhr Bad Driburg/Dringenberg
6.10. um 18:00 Uhr Gütersloh
30.10. um 16:00 Uhr Lemgo
17.11. um 18:30 Uhr Oerlinghausen
24.11. um 19:00 Uhr Bielefeld

Ausführliche Informationen finden sie im Flyer
Flyer download


Link zur Webseite

Vernissage 6.10.2016, 18 Uhr
CITEC, Universität Bielefeld
Ich digi du

CITEC, Universität Bielefeld
Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie Inspiration 1, 33619 Bielefeld

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